Am Livestream weitergekommen: Gladbach verliert gegen Real aber hat Glück

Am Livestream weitergekommen: Gladbach verliert gegen Real aber hat Glück

Borussia Mönchengladbach hätte das Achtelfinale der Champions League aus eigener Kraft erreichen können, doch einerseits war Real Madrid zu stark, andererseits lieferten die Fohlen ihre bislang schlechteste Leistung im bisherigen Wettbewerb. Dass die nächste Runde trotzdem erreicht wurde, lag an dem Unentschieden im Parallelspiel. Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierten die Borussen daher nach bangen Blicken auf den bereitgestellten Laptop.

Es sah ein wenig komisch aus, wie die Gladbacher verschwitzt und eingepackt in die Winterjacken sich allesamt um ein Endgerät gerottet hatten, gebannt auf den Bildschirm starrten, um plötzlich in grenzenlosen Jubel auszubrechen. Das Spiel in Mailand war später angepfiffen worden, dazu wurde beim Duell von Inter gegen Schachtar Donezk ordentlich Nachspielzeit draufgeschlagen.

Die Tabellenkonstellation gab es her, dass die Borussia nur bei einem Unentschieden zwischen diesen beiden Teams das Achtelfinale erreichen würde. Hätte es zwischen den Italienern und den Ukrainern einen Sieger gegeben, wäre Gladbach auf Platz 3 abgerutscht und hätte sich aus dem Wettbewerb verabschiedet.

Inter Mailand, das schwach in den Wettbewerb gestartet war aber zuletzt im Borussiapark gewonnen hatte, rannte in einem einzigen Sturmlauf auf das gegnerische Tor, doch Donezk schaffte es irgendwie, das 0:0 über die Zeit zu bringen. Das bedeutet: Donezk macht als Tabellendritter in der Europa League weiter, Inter Mailand ist ausgeschieden und die Gladbacher tanzten in Madrid über den Rasen, da sie in einer extrem schweren Gruppe den Einzug in die KO-Runde geschafft hatten, was ihnen vorher kaum jemand zugetraut hätte.

Mögliche Achtelfinalgegner allesamt Top-Mannschaften

Klar ist: Mit der Leistung, die sie gestern auf den Platz brachten, werden die Gladbacher in der nächsten Runde keine Chance haben. Zweimal konnte Weltklasse-Stürmer Karim Benzema völlig frei den Ball ins Tor köpfen (9., 32.). Die Madrilenen hätten aber noch deutlich mehr Tore schießen können und trafen allein drei Mal das Aluminium.

Die möglichen Gegner der Gladbacher im Achtelfinale sind allesamt europäische Spitzenmannschaften: Im Lostopf sind Manchester City, FC Liverpool, FC Chelsea, Juventus Turin und Paris St. Germain. Ob man dann eine realistische Chance hat, wird sich zeigen. Am gestrigen Abend durften die Gladbacher jedoch mit Fug und Recht feiern – auch wenn sie den entscheidenden Schritt nicht selbst gemacht hatten.

(Foto: AFP)

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