EM Special – Italien gegen Schweiz, Vorrunde

EM Special – Italien gegen Schweiz, Vorrunde

Nach dem EM-Auftakt mit einem überzeugenden 3:0-Sieg gegen die Türkei trifft Italien am zweiten Spieltag auf die Schweiz. Die Südeuropäer können heute Abend das Achtelfinale klarmachen und die Ansprüche auf den Titel untermauern.

Die Ausgangssituation:

Gegen die Türkei zeigte Italien eine beeindruckende Leistung mit viel Ballbesitz. Aus der Abwehr heraus ließ das Team den Ball souverän zirkulieren und den Gegner meist hinterherlaufen. Es schien, dass das Mittelfeld stets nur auf den richtigen Moment wartete, um das Offensivtrio Immobile, Insigne und Berardi mit Bällen zu füttern. Gleiches können wir auch gegen die Schweiz erwarten.

Dies ist das erste Mal in der EM-Geschichte, dass Italien drei Tore in einem Spiel erzielte. Damit baute das Team seine ungeschlagene Serie auf 28 Spiele aus. Zum neunten Mal in Folge blieb Italien ohne Gegentor. Es war der bisher höchste Sieg in einem EM-Eröffnungsspiel. All diese Superlative zeigen, wie ernst es die Squadra Azzura mit ihren Titelambitionen meint.

Die Schweizer Nationalmannschaft eröffnete die EM mit einem 1:1-Unentschieden gegen Wales. Die Eidgenossen dominierten das Spiel in puncto Ballbesitz und wiesen das stimmigere Gesamtkonzept auf, doch bei der Chancenverwertung haperte es vor allem beim Stürmerduo Seferović und Embolo.

Gegen Italien muss die Schweiz in der Offensive effektiver sein, da die italienische Abwehr nicht viele Möglichkeiten zulassen wird.

Die Schlüsselspieler:

Italiens erfahrene Innenverteidigung aus Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini haben wir im letzten Vorbericht schon thematisiert. Aber auch auf seine Offensive kann sich das Team verlassen. Ciro Immobile, Lorenzo Insigne und Domenico Berardi erzielten zusammen 56 Tore in der Serie A und zeigten auch gegen die Türkei hohe Effizienz. Das Mittelfeld wird noch stärker, da PSG-Star Marco Veratti zurückkommt. Eventuell reicht es bei ihm schon für das Spiel gegen die Schweiz, spätestens aber gegen Wales.

Auf Schweizer Seite ist Xherdan Shaqiri definitiv der größte Name. Nach der turbulenten Saison in Liverpool wird er besonders motiviert sein. Auch Mittelfeldspieler Granit Xhaka vom FC Arsenal hatte eine schlechte Saison. Die beiden Spieler, die einst gemeinsam vom FC Basel in die Bundesliga wechselten, sind seit Jahren die festen Säulen der „Nati“ und geben im Nationaltrikot immer alles. Haris Seferović hat bei Benfica eine Traumsaison hinter sich und erzielte in 31 Spielen 22 Tore. Wie gefährlich er sein kann, war gegen die Türkei klar erkennbar. Das müsste er nun bloß noch in Zählbares ummünzen.

Kicker-Freunde Prognose

Italien ist zu stark und wird sich weiterhin keine Blöße geben. 2:0 für die Squadra Azzurra.

(Foto: AFP)

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