Kaderschau: Die Stars von Inter Mailand 2020

Kaderschau: Die Stars von Inter Mailand 2020

Inter Mailand, der heutige Gegner von Borussia Mönchengladbach in der Champions League, steht weder in der Königsklasse noch in der Serie A besonders gut da. Dabei haben die Norditaliener seit langem mal wieder einen sehr interessanten Kader beisammen. Wir stellen einige Stars im Einzelnen vor.

Im Hinspiel schaffte Inter gegen die Borussia aus Mönchengladbach nur mit Mühe und Not ein 2:2. In der Vorrundengruppe liegt das Team von Ex-Nationalcoach Antonio mit nur zwei Punkten auf dem letzten Platz. Auch in der Liga lief es zuletzt bescheiden, weshalb Fans der Nerazzurri den Spielern zuletzt sogar Prügel androhten. Es wäre schade drum, haben sie doch dermaßen begabte Einzelkönner in ihren Reihen:

Samir Handanovič

Der slowenische Keeper ist in Italien längst Kult. Von 2007 bis 2012 hütete er fünf Jahre lang den Kasten von Udinese Calcio, bevor er zum Ligakonkurrenten nach Mailand wechselte. Inter ist er seitdem treu. Handanovič gilt als Elfmeter-Killer, wurde jedoch im Hinspiel vom Punkt von Gladbachs Bensebaini bezwungen. Dieser fehlt den Fohlen heute Abend jedoch.

Aleksandar Kolarov

Auch der Linksverteidiger ist eine echte Institution. Seit langem im europäischen Spitzenfußball unterwegs ist der mittlerweile leicht grau-melierte 35-Jährige auch seit langem Kapitän der serbischen Nationalmannschaft. Seine Spezialität sind Freistöße. Sollte es also zu einer derartigen Situation von halbrechts kommen, dann sollte Yann Sommer auf dem Posten sein.

Achraf Hakimi

Der Marokkaner kann als Rechtsverteidiger aber auch auf der offensiven Außenbahn eingesetzt werden. Bis Ende vergangener Saison war er von Real Madrid an Borussia Dortmund ausgeliehen. Beim BVB brachte er hervorragende Leistungen und so ist es ein Rätsel, warum Real offenbar keine Verwendung für den schnellen und torgefährlichen Flügelflitzer hat.

Aturo Vidal

Bayer Leverkusen, Bayern München, Juventus Turin, FC Barcelona, Inter Mailand – die Vita von Aturo Vidal ist beeindruckend. Wo der Chilene auch hinging, überall schätzte man die Attitüde, die er in ein Team einbrachte. Der Balleroberer hat das bissige, aggressive etwas, das vielen heutigen Fußballern abgeht. Grade in engen Spielen auf höchstem Niveau kann ein Spieler, der auch mal dahingeht, wo es wehtut, enorm wichtig sein – insbesondere, wenn es mal nicht nach Plan läuft.

Ivan Perišić

Hättet ihr es gewusst: Ivan Perišić ist einer von nur vier Spielern, die den DFB-Pokal mit drei verschiedenen Vereinen gewonnen haben. Obwohl man sowohl in Dortmund als auch in Wolfsburg und zuletzt in München um seine Qualitäten wusste: In keinem Kader wurde der Kroate zur komplett unverzichtbaren Säule. Anders in der Nationalmannschaft, mit der er in Russland als unumstrittener Stammspieler bis ins WM-Finale einzog und dort gegen Frankreich sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte. Nachdem er mit dem FC Bayern zuletzt die Champions League gewann, ließen die Münchener die Kaufoption dennoch verstreichen und Perišić kehrte nach Mailand zurück.

Romelu Lukaku

Sein Stern ging bei der WM 2018 so richtig auf. Aus einer ohnehin starken belgischen Mannschaft stach der bullige Stürmer noch hervor und wurde zum besten Stürmer des Turniers. Lukaku ist ein vollkommenes Paket: abschlussstark, kombinationssicher, schnell und auch gut beim Kopfball. Seine größte Stärke ist seine enorme Physis, die es ihm erlaubt, den Ball vor nahezu jedem Gegenspieler abzuschirmen. Wenn er sich dann dreht, ist es enorm schwer, den 1,90-Meter-Hünen am Torschuss zu hindern.

(Foto: AFP)

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