Gladbach vor Trainer-Coup: Kommt Xabi Alonso?

Gladbach vor Trainer-Coup: Kommt Xabi Alonso?

Seitdem bekannt wurde, dass Marco Rose im Sommer die Borussias tauscht, wird auch seine Nachfolge in Mönchengladbach heiß diskutiert. Manager-Fuchs Max Eberl hat jetzt aber einen Namen aus dem Hut gezaubert, der nur bei Wenigen auf dem Zettel gestanden haben dürfte. Obwohl mittlerweile von medialer Seite relativiert wurde, sind die Fohlen offenbar weit fortgeschritten in den Verhandlungen mit Xabi Alonso.

Sowohl die „Bild” als auch „Sky” konnten unabhängig voneinander Quellen ausfindig machen, die Alonsos Verpflichtung am Montagmittag bestätigten. Zudem vermieden sowohl Vereins- als auch Spielerseite ein Dementi. Es scheint, als sei Max Eberl mal wieder für eine faustdicke Überraschung gut, auch wenn mittlerweile von einem Konkurrenzangebot die Rede ist.

Der ehemalige Mittelfeldregisseur Xabi Alonso bringt zweifellos alle Fähigkeiten mit, die es braucht, um als Trainer erfolgreich zu sein. Der Spanier ist ein intelligenter Kopf, der schon während seiner aktiven Karriere in der Lage war, das Spielgeschehen zu lesen und zu lenken. Er verkörperte den perfekten Mix aus der nötigen Aggressivität und einer souveränen Ruhe. Nicht umsonst sagte man ihm schon als Spieler eine erfolgreiche Trainerkarriere voraus.

Er ist außerdem einer der großen Namen des Weltfußballs, die mit einer gewissen Strahlkraft verbunden sind. Ein Xabi Alonso an der Seitenlinie ist auf jeden Fall ein gutes Argument, um während des Transferfensters Spieler vom Kommen oder Bleiben zu überzeugen. Der 39-jährige ist noch jung, hat in seiner Karriere aber schon vieles gesehen und alles gewonnen. Er weiß, wie man auf internationaler wie nationaler Ebene Titel einfährt. Außerdem hat er die nötige Autorität, um eine junge Mannschaft zu führen.

Paradox: Einziges Manko ist Alonsos Unerfahrenheit

So erfahren der Spieler Xabi Alonso ist, so unerfahren ist der Trainer Xabi Alonso. Dadurch würde seine Verpflichtung trotz aller Euphorie ein gewisses Risiko mit sich bringen. Bisher hat er nur die U14-Auswahl von Real Madrid und die zweite Mannschaft von Real Sociedad trainiert, bei der er auch gerade noch unter Vertrag steht. Immerhin ist er mit den Basken Tabellenführer der dritten spanischen Liga.

Ein hohes Renommee sieht natürlich trotzdem anders aus. Ein Engagement in Mönchengladbach wäre Alonsos erste große Trainerstation. Xabi Alonso ist der Job bei Gladbach aber dennoch definitiv zuzutrauen. Es ist deshalb vollkommen nachvollziehbar, wenn sich Eberl um ihn bemüht. Falls es ihm gelingt, den Spanier an den Niederrhein zu lotsen, wäre das eine Bereicherung für die Borussia und für Fußballdeutschland.

(Foto: AFP)

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