Diagnose Bänderdehnung: Lewandowski fehlt den Bayern wochenlang

Diagnose Bänderdehnung: Lewandowski fehlt den Bayern wochenlang

Nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung im WM-Qualifikationsspiel gegen Andorra war in der ersten Mitteilung des polnischen Verbands noch von fünf bis zehn Tagen Zwangspause für Robert Lewandowski die Rede gewesen. Nun musste die medizinische Abteilung des FC Bayern München die Dauer des Ausfalls deutlich nach oben korrigieren: Vier Wochen wegen einer Bänderdehnung im rechten Knie. Für den Verein und den Stürmer selbst kommt die Verletzung zur Unzeit.

Seit seinem Wechsel im Sommer 2014 mussten die Bayern nie länger auf ihren Stürmerstar verzichten. Er stand 325-mal für die Münchener auf dem Platz und verpasste in dieser Zeit nur 16 Spiele verletzt. Außerdem waren die Ausfälle immer nur von kurzer Dauer und Lewandowski war schnell zurück im Kader.

Diesmal jedoch trifft ihn eine längere Verletzung im wichtigen Saisonendspurt seines Vereins. Sollte es bei den vier Wochen Ausfallzeit bleiben, würde er den Bayern in sieben Spielen fehlen, unter anderem im möglicherweise entscheidenden Ligaspiel um die Meisterschaft gegen Leipzig und den beiden Viertelfinalspielen in der Champions League gegen Paris Saint-Germain. Auch für Lewandowskis persönliche Saisonziele ist die Verletzung ein herber Dämpfer: Wahrscheinlich bleiben ihm nur noch drei Bundesligaspiele für die fünf Tore, die ihm zu Gerd Müllers Torrekord in der Bundesliga fehlen.

Der Unersetzliche muss ersetzt werden

Bayern-Trainer Hansi Flick steht nun vor der Herkulesaufgabe, seinen Erfolgsgaranten in den richtungweisenden Partien der nächsten Zeit zu ersetzen. Eine Möglichkeit wäre, Thomas Müller ins Sturmzentrum zu beordern, doch Bayerns bester Vorbereiter ist eigentlich zu wichtig auf seiner Position hinter der Spitze.

Wahrscheinlicher ist, dass Serge Gnabry in die Spitze rückt. Dass er diese Position durchaus erfolgreich bekleiden kann, bewies er erst kürzlich für die Nationalmannschaft im WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien, als er in der Rolle des Mittelstürmers den 1:0-Siegtreffer erzielte. Diese Variante hätte zudem den Vorteil, dass der Qualitätsverlust in der Bayern-Startelf so gering wie möglich gehalten werden könnte, denn mit Kingsley Coman und Leroy Sané wären die Außenbahnen weiterhin herausragend besetzt.

Eine dritte Möglichkeit wäre Eric Maxim Choupo-Moting. Dieser kommt Lewandowski als Spielertyp noch am nächsten. Es ist trotzdem eher unwahrscheinlich, dass Flick in den Spielen gegen Leipzig und Paris auf ihn in der Startaufstellung setzt. Für die anderen Partien, in denen Lewandowski vermutlich ausfallen wird, ist er aber definitiv eine Alternative.

(Foto: AFP)

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