Saisonvorschau 2020/21: FC Union Berlin

Saisonvorschau 2020/21: FC Union Berlin

Der Aufsteiger aus Ostberlin gehörte zu den großen Überraschungen der Bundesliga-Saison 2019/20. Entgegen vieler Unkenrufe schafften die Köpenicker den Klassenerhalt locker. Union schaffte einige Überraschungssiege und lies so manch höher gesetztes Team in der Tabelle hinter sich. Mit der Verpflichtung von Max Kruse soll die Party nun weitergehen.

So lief es zuletzt:

Das Konzept von Union ist voll aufgegangen: Die Leistungsträger des Aufstiegsjahres wurden gehalten und das Team mit einigen gestandenen Bundesligaspielern verstärkt, darunter Neven Subotic, Christian Gentner oder Anthony Ujah. Das Stadion an der Alten Försterei entwickelte sich zudem zeitweise zur Festung. Unter anderem Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach wurden hier geschlagen. Leicht hat es Union im zurückliegenden Jahr niemandem gemacht.

Die Top-Neuzugänge:

Der bisherige Königstransfer dieser so ungewöhnlich späten Sommerpause heißt Max Kruse. Der ehemalige Freiburger, Gladbacher, Wolfsburger und Bremer hatte zuletzt für Fenerbahce Istanbul gespielt und will nun mit 32 Jahren noch einmal in der Bundesliga angreifen. Der Transfer wirkt durch und durch stimmig, den Kruse hat fußballerische Fähigkeiten, die in dieser Form selten sind. Er ist enorm torgefährlich und hat gleichzeitig eine starke Übersicht. So lässt er sich gerne mal fallen und schafft Räume für klassische Strafraumspieler. Erreicht er seine Topform, dann kann er zum zentralen Element in Unions Offensive werden.

Für die Innenverteidigung kommt Robin Knoche aus Wolfsburg, wie Kruse ablösefrei. Mit 28 Jahren befindet sich Knoche, der einst auf dem Sprung zum Nationalspieler schien, im besten Fußballeralter. Auch er dürfte Union weiterhelfen.

Fans stehen im Stadion und halten fanschals der Union Berlin hoch
Im Stadion an der Alten Försterei herrscht Gänsehaut-Atmosphäre

Bei den Gebrüdern Schlotterbeck, die auch noch beide in der Verteidigung zuhause sind, machen die Berliner eine Art Tauschgeschäft mit dem SC Freiburg. Der 23-jährige Keven Schlotterbeck geht nach ausgelaufener Leihfrist zurück in den Schwarzwald. Sein drei Jahre jüngerer Bruder Nico wird nach Berlin ausgeliehen.

Zwischen den Torpfosten wird in der neuen Saison wohl Andreas Luthe stehen. Er hatte seine Bundesligatauglichkeit im vergangenen Jahr beim FC Augsburg nachgewiesen.

Die Top-Abgänge:

Luthe wird der Ersatz für Rafal Gikiewicz. Warum sich Union von ihm trennt, bleibt etwas unklar, da der Pole sowohl sportlich als auch persönlich in Köpenick durchaus anerkannt war. Wiederum in einer Art Tauschgeschäft zieht es ihn zu Luthes bisherigen Arbeitgeber nach Augsburg. Einen weiteren echten Typen lässt Union in Gestalt von Sebastian Polter gehen. Mit dem Stürmer gab es Differenzen hinsichtlich eines Gehaltsverzichts in der Corona-Pause.

Mit Manuel Schmiedebach und Felix Kroos lässt Union zudem zwei zentrale Mittelfeldspieler ziehen, die beide ebenfalls reichlich Bundesligaerfahrung auf dem Buckel haben. Beide konnten ihr Potential bei Union jedoch nicht voll entfalten.

Noch ungeklärt erscheint derweil der Verbleib des Topscorers Sebastian Andersson. Gerüchten zufolge soll Celtic Glasgow an dem Schweden interessiert sein.

Kicker-Freunde-Prognose:

Was Union macht, hat Hand und Fuß. Mit dem Abstieg wird man erneut nichts zu tun haben. Es winkt Platz 10.

Fotos: FC Eisern Union Berlin

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