Top 5: Werbespots mit Fußballprofis

Top 5: Werbespots mit Fußballprofis

Ein chipsfutternder Schweini, ein autofahrender Klopp oder Joachim Löw, der angesichts einer falschen Rasur von einem „groben Foul“ schimpft – nicht immer sind Werbespots mit Fußballern eine gute Idee. Früher, in der guten alten Zeit jedoch gab es immer wieder lustige und einfallsreiche Kampagnen, die einem noch Jahre danach im Kopf sind. Unsere Top 5:

5 „Super Schuss, Mesut! Nicht stolpern!“

Im Untergrund hält sich hartnäckig die Legende vom „Nutella-Fluch“. Laut dieser sei es mit der Karriere jedes Nationalspielers, der jemals in der großen Kampagne der leckeren Nuss-Nougat-Creme mitwirkte, unmittelbar danach bergab gegangen. Das kann man so nicht ganz stehen lassen. In der Tat hat Tobias Weis mitgewirkt und auch Benny Lauth, Protagonist einiger Spots, hat leider nicht die Karriere gemacht, die dem Stürmer viele zugetraut hatten.

Das Gegenbeispiel ist jedoch dieser Spot mit den späteren Weltmeistern Mesut Özil, Manuel Neuer, Benedikt Höwedes und Mats Hummels. Auf die Storyline muss man erstmal kommen: Da sitzen die vier gemütlich am Frühstückstisch, als ein kleiner Junge auftaucht und Özil einen Ball entgegenstreckt. Um das Kind zu beeindrucken, drischt der Spielmacher die Pille mit Karacho weg. Klar, würde jeder so tun. Özil hatte jedoch nicht bemerkt, dass der Junge eigentlich nur ein Autogramm auf den Ball gekritzelt haben wollte und nun ordentlich verstimmt ist. Der Spott seiner Kameraden ist ihm gewiss.

4 Rudi Völler und Frank Rijkaard – Versöhnung beim Butterbrot

„Mit echter Butter bekommen sie jeden an die gemeinsame Tafel“, lautete 1996 der etwas umständliche Slogan eines Herstellers von Molkereiprodukten. Angesichts der beiden Werbeträger, die auf dem zugehörigen Bild einträchtig in weißen Bademänteln am Frühstückstisch saßen, verstand damals jeder die Pointe sofort. Denn wenn je zwei Spieler im Weltfußball als unversöhnlich galten, dann waren es Rudi Völler und Frank Rijkaard.

Für die jüngere Generation: Die beiden ehemaligen Weltklassespieler bekamen sich während des legendären Achtelfinals der WM 1990 in die Haare. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn in einer ohnehin bereits aufgeladenen Stimmung spuckte Rijkaard seinem Gegenspieler zweimal in die Lockenmähne. Zum allgemeinen Unverständnis stellte der Schiedsrichter beide Spieler vom Platz. Im Kabinengang soll es daraufhin zu Handgreiflichkeiten gekommen sein.

Vielleicht half es Völler, dass er wenige Tage später trotzdem den Weltmeisterpokal in die Höhe recken durfte, denn Deutschland war bei diesem Turnier nicht zu schlagen. Sechs Jahre später jedenfalls war es dem besagten Butterhersteller gelungen, die zwei Männer auf einer Hotelterrasse in Bergisch-Gladbach für den Werbespot vor die Kamera zu bringen. „Schwamm drüber“, wurde Völler zitiert.

3 „Davon krieg ich nie genug“ – der singende Bierhoff

Fußballer zu Werbezwecken vor die Kamera zu ziehen, ist eine Sache. Sie sprechen zu lassen, eine ganz andere. Wer aber wirklich etwas riskieren will, lässt die Kicker auch noch singen. In den 90er Jahren ging eine Schokopudding-Marke aufs Ganze und ließ Spieler in mehreren Episoden den ganzen Spot über solieren.

1997 konnte man mit Oliver Bierhoff kaum etwas falsch machen. Dieser hatte Deutschland nicht nur im Vorjahr zum Europameistertitel geschossen, der heutige DFB-Sportdirektor bestach auch seit jeher mit seinem smarten, telegenen Erscheinungsbild. Und sogar den Ton kann er halten.

Dieser Spot ist ein echtes Nostalgie-Juwel, denn von der Ausleuchtung über Bierhoffs Pullover bis hin zu seinem Tanzstil lebt, schwitzt und atmet jede Sekunde pures 90er-Jahre-Feeling. Bierhoffs Lache bei Sekunde 7 sowie der Auftritt von Nationalkeeper Andreas Köpke – neben einem riesigen Berg geleerter Puddingbecher – sind da noch Sahnehäubchen auf der Torte.

2 „Der hat mehr als Schokolade“ – Fränkisch-ghanaisches Duett

Ja, es muss nochmal Dany Sahne sein und ja, diese frühere Ausgabe mit den 90er-Stars Anthony Yeboah und Lothar Matthäus lässt den singenden Bierhoff locker im Regen stehen. Warum? Nun, da wäre zum einen die Vertonung des Jingles. Das Duett aus Matthäus‘ fränkischem Akzent und Yeboahs afrikanischem, garniert mit einem Hauch Südhessisch dank seines Engagements bei Eintracht Frankfurt – mehr geht nicht.

Dann die Story: Die zwei Spitzensportler liefern sich einen Wettkampf im Puddingessen und haben jeweils bereits eine Pyramide aus leeren Bechern vor sich aufgebaut. Im Kühlschrank der WG, die sie offenbar bewohnen, befindet sich dann auch aber nur noch ein einziger Pudding, für den Yeboah Matthäus durch die Wohnung jagt. Der deutsche Rekordnationalspieler hat jedoch Superkräfte und fliegt mit spektakulärem visuellem Effekt über die Becherpyramiden.

Zur Schlusspointe fährt Yeboah („Hey, Lodda!“) mit einem ganzen Laster voller Puddingbecher vor. Die zwei wollen noch eine Runde. Der ghanaische Ausnahmestürmer stellt klar, dass er „den größeren“ hat und schickt sich offenbar an, den Pudding von nun an mit einem Suppenlöffel zu verdrücken.

1 „Papa loves Mambo“ – Ballmagie pur

Als einer der weltgrößten Sportartikelhersteller 2004 zahlreiche Promis der Fußballwelt für diesen einzigartigen Sport versammelte, kam dabei zwar nicht so viel Humor heraus wie bei den vorher genannten Beispielen. Dafür jedoch ein fantastischer Clip zum Genießen für alle Fußballfreunde.

Die portugiesischen und brasilianischen Zauberfüße jagen sich durch ein voll besetztes Stadion und überbieten sich mit Tricks. Bei Namen wie Figo, Ronaldo oder Roberto Carlos bleibt einem nur ein tiefer Seufzer und eine wohlige Erinnerung an eine schöne Zeit.

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