Jahresrückblick 2020: Im März macht die Bundesliga wegen Corona dicht

Jahresrückblick 2020: Im März macht die Bundesliga wegen Corona dicht

Und im März war es dann soweit: Niemand konnte sich mehr Illusionen machen, dass die Corona-Pandemie an Deutschland irgendwie vorbeiziehen könnte. Der 25. Spieltag, vom 06. bis zum 08.03. war der letzte, der noch regulär stattfand. Dann überschlugen sich die Ereignisse.

Das erste Geisterspiel ihrer Geschichte erlebte die Bundesliga am Mittwoch, den 11.03.2020. Es war ein Nachholspiel, denn das Rheinderby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Köln hatte wegen einer Sturmwarnung nicht, wie geplant, am 09.02. stattfinden können.

Die Sturmgefahr war verflogen, Corona war allgegenwärtig. Das Spiel der alten Rivalen musste komplett ohne Zuschauer stattfinden. Eine Hundertschaft an Borussenfans hatte sich trotzdem vor dem Stadion eingefunden. Dass die Mannschaft auf einer Empore stehend den 2:1 Sieg mit den Fans feierte, empfand man zu diesem Zeitpunkt nicht als unangemessen, sondern freute sich ob des engen Zusammenhalts von Team und Anhängerschaft. Dies zeigt, wie wenig man sich damals noch die verheerende Wirkung des Virus vorstellen konnte und wie groß das Umdenken war, das im zurückliegenden Jahr in Deutschland stattfinden musste.

Mitte März überschlugen sich die Ereignisse

Am Donnerstag, den 12.03. wurde dann entschieden, dass der folgende Spieltag komplett ohne Zuschauer ablaufen werde. Ab dem darauffolgenden Dienstag solle die Bundesliga jedoch bis April pausieren. Am Tag darauf wurde dann allerdings auch dieser Plan über den Haufen geworfen: Schon der kommende Spieltag wurde abgesagt. Bis auf weiteres würde die Liga komplett pausieren.

Bereits mit einigen Wochen Abstand schien es unvorstellbar, dass der Verfasser dieser Zeilen Karten für das Spiel von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Mönchengladbach hatte und mit seiner Begleitung (zählt zu den Risikopatienten) noch am Donnerstag ernsthaft diskutierte, ob man am Sonntag in ein Stadion mit 50.000 Menschen fahren sollte. So dauerte es auch nicht lange, bis von Seiten einiger Bundesliga-Funktionäre Stimmen laut wurden, die vor den wirtschaftlichen Konsequenzen eines Stillstands für die Vereine warnten. Aber dies ist eine andere Geschichte.

(Foto: RB Leipzig)

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