Saisonanalyse 2021/22: VfL Bochum

Aufnahme von Gamboa und Holtman auf dem Spielfeld

Ein volles Jahrzehnt war Bochum aus der Bundesliga verschwunden und nach dem Wiederaufstieg hatte man scheinbar einiges nachzuholen. In einer überaus ereignisreichen Saison reihte sich ein Höhepunkt an den nächsten. Am Ende landete der VfL auf einem starken 13. Tabellenplatz.

Der Aufsteiger brauchte allerdings zunächst noch etwas Zeit, um sich im Oberhaus zurechtzufinden. Nach den ersten sieben Partien der Saison hatte man nur vier Punkte auf dem Konto und rangierte auf dem vorletzten Platz. Doch schon während der Startschwierigkeiten lieferte die Mannschaft den Fans ein erstes Highlight: Der Sololauf von Gerrit Holtmann beim ersten Bundesligaheimsieg seit Februar 2010 wurde später zum Tor des Jahres gewählt.

Danach ging es jedoch erst richtig los: In der Bundesliga steigerte der VfL seinen Punkteschnitt deutlich und Miloš Pantović erzielte gleich zwei Sensationstreffer aus der Distanz. Im DFB-Pokal erreichte Bochum erstmals seit sechs Jahren wieder das Viertelfinale.

Sieben Punkte gegen das Spitzentrio in der Rückrunde

Zwar musste man zwischendurch auch immer wieder kleine oder größere Rückschläge hinnehmen, doch die Mannschaft schaffte es, diese in neue Energie umzuwandeln. Das beste Beispiel dafür ist das 0:7 in München – die höchste Niederlage der Bochumer Vereinsgeschichte. Es wäre deshalb nicht verwunderlich gewesen, wenn die Spieler mit weichen Knien ins Rückspiel gegangen wären, doch im Gegenteil: „Anne Castroper“ lieferte der VfL die beste Halbzeit der Saison ab und schickte den Rekordmeister mit 4:2 zurück nach Bayern.

Auch der skandalöse Spielabbruch gegen Gladbach wegen eines Becherwurfs auf den Schiedsrichterassistenten war so ein Rückschlag, den der Aufsteiger gut wegsteckte. In den nächsten beiden Pflichtspielen meldete man sich direkt mit einem Auswärtserfolg in Hoffenheim und einem Unentschieden gegen Leverkusen zurück.

Am 32. Spieltag folgte dann der letzte Saisonhöhepunkt: Mit einem spektakulären 4:3-Derbysieg in Dortmund sicherte sich Bochum vorzeitig den Klassenerhalt. Am Ende kam der VfL als 13. ins Ziel – die beste Platzierung in der Bundesliga seit der Saison 2007/08.

Foto: AFP

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