Saisonvorschau 2020/21: RB Leipzig

Saisonvorschau 2020/21: RB Leipzig

Wie ersetzt man einen Stürmer, der allein in der Bundesliga knapp 80 Tore in vier Jahren erzielt hat? RB Leipzig muss dieses Kunststück nach dem Abgang von Timo Werner nun vollbringen. Klar ist: Der ambitionierte Julian Nagelsmann will sich lieber verbessern als die Erfolge wiederholen. So wird es ein spannendes Jahr für RB.

So lief es zuletzt:

Die erste Saison von Julian Nagelsmann als Chefcoach von RB Leipzig kann durchaus als erfolgreich bezeichnet werden. Obwohl der ehrgeizige Coach sich bei einem kurzen Formtief bereits unzufrieden zeigte, ist Platz 3 das Optimum, das RB in der vergangenen Saison erreichen konnte. Das Halbfinale der Champions League kann zudem als bislang größter Erfolg der Vereinsgeschichte verbucht werden. Angesichts der Abgänge wird es schwer, diese Erfolge zu wiederholen.

Die Top-Neuzugänge:

Wieder mal profitiert RB Leipzig bei einem Transfer von seinen guten Kontakten zu RB Salzburg – auch wenn es natürlich zwei völlig unabhängige Vereine sind. Hee-chan Hwang heißt der neue Star, der es in der Offensive richten soll. Der Südkoreaner hatte beim österreichischen Serienmeister zwar nicht ganz so kräftig eingeschlagen wie Erling Haaland, dort jedoch ebenfalls sehr starke Leistungen gezeigt. Etwa 15 Millionen Euro wechseln innerhalb des Red Bull-Konzerns das Konto.

Hierzulande noch prominenter ist Benjamin Henrichs. Der Rechtsverteidiger hatte sich längere Zeit im Dunstkreis der deutschen Nationalmannschaft bewegt. Er wird aus Monaco mit einer Kaufoption ausgeliehen. Von DU Las Palmas kommt außerdem Torwart Josep Martinez für 2,5 Millionen Euro. Martinez dürfte Leipzigs Stammtorwart Peter Gulacsi Konkurrenz machen. Die Transferperiode ist allerdings noch nicht vorbei und wir rechnen mit noch weiteren Neuzugängen.

Die Top-Abgänge:

Timo Werner hatte am Anfang der Saison unter großem Getöse seinen Vertrag verlängert – nur um jetzt doch zu wechseln. Die erneute Unterschrift sorgt allerdings dafür, dass sich Leipzig über einen saftigen Geldbatzen von 53 Millionen Euro freuen darf. Werner wird künftig bei Chelsea mit Kai Havertz und Antonio Rüdiger zusammenspielen.

Auch den zweitbesten Torschützen der vergangenen Saison hat RB verloren. Patrik Schick war lediglich von der AS Rom ausgeliehen, in der Offensive jedoch eine ideale Ergänzung zu Werner. Er wurde nun von Bayer Leverkusen verpflichtet.

Hannes Wolf wechselt zunächst zur Leihe nach Mönchengladbach, wobei auch hier eine Kaufoption im Vertrag steht. Da Wolf jedoch nach seinem Wechsel von Salzburg nach Leipzig die meiste Zeit verletzt war, wird sein Verlust, zumindest von außen, kaum wahrnehmbar sein.

Sehr begehrt auf dem Transfermarkt ist Innenverteidiger Dayot Upamecano. Aktuell soll Manchester United deutliche Avancen machen.

Kicker-Freunde-Prognose:

Der offensive Power-Fußball, den RB Leipzig seit dem Aufstieg in die Bundesliga spielte, hatte viel mit Timo Werner zu tun. Der Verlust dieses Spielers ist durch Geld und gute Arbeit nicht zu kompensieren. Für Leipzig wird es deshalb nicht mehr für die Top 4 reichen. Platz 6 springt am Ende raus.

(Foto: RB Leipzig)

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